«Es braucht echte Durchmischung, um noch mehr vom generationenübergreifenden Austausch profitieren zu können»

Friederike Hoffmann ist Head of Contract Management and Billing Telco bei Swisscom und hat im vergangenen Herbst an unserem Leadership-Programm "Leading with Impact" teilgenommen. Wir freuen uns, dass sie an unserem Generation Y Workshop "Speed, Action: Results" am 19. April 2016 als Keynote Speakerin dabei ist.

Worin siehst du die Chancen und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit der Generation Y bei der Swisscom?
Ich sehe mich selber als Teil der Generation Y und sehe in der Zusammenarbeit vor allem viele Chancen: Wir möchten auf Augenhöhe gemeinsam an Themen arbeiten, haben viele Ideen und Spass daran, etwas auszuprobieren. Das bringt für uns und unsere Teamkollegen viele Möglichkeiten für Weiterentwicklung durch die Zusammenarbeit.

Die Herausforderungen sind ähnlich gross wie die Chancen: Wir haben wenig Geduld und sind dabei gerne risikobereit. In einem etablierten, operativen Geschäft ist es da nicht immer leicht, eine gemeinsame Sprache zu finden. Aber ich glaube, dass gerade in Reibungen und Missverständnissen viel Potential für etwas Neues und Besseres liegt - die Zusammenarbeit lohnt sich in jedem Fall!

Kann ein so grosses Unternehmen wie die Swisscom dem Wunsch der Generation Y nach flachen Hierarchien und alternativen Arbeitsmodellen (flexible Arbeitszeiten, Home-Office etc.) überhaupt nachkommen?
Swisscom ist zwar ein grosses Unternehmen mit klassisch-hierarchischen Strukturen, das den Wandel selber aktiv treibt – sowohl in kleinen Zellen, wie unserem Pirates Hub, in dem sehr agil in einem spannenden CoWorking Space gearbeitet wird, und breiter in der Organisation, in der die Hierarchien kontinuierlich flacher werden. Flexible Arbeitsmodelle werden überall im Unternehmen schon gelebt, unabhängig vom Alter. Vielleicht auch, weil wir unsere Technologien von Anfang an selber gerne genutzt haben und so viel wie möglich online machen.

Weshalb ist Swisscom für die Generation Y als Arbeitgeber attraktiv?
Ich würde gerne nur für mich sprechen: Die Möglichkeit, selber mitzugestalten, macht für mich die Swisscom als Arbeitgeber sehr attraktiv. Ich habe bisher immer Unterstützung und den Freiraum für Themen und Ideen gefunden, die mir wichtig waren. Wenn ich für eine Idee eintrete, kann ich sie auch umsetzen und finde immer Kolleginnen und Kollegen, die gerne mitarbeiten und sehr agile Teams bilden. Besonders die Kommunikation erlebe ich innerhalb der Swisscom als sehr einfach: Es ist immer möglich, direkt auf alle zuzugehen, unabhängig von der Stellung in der Hierarchie.

Spannend finde ich, wie konsequent Design Thinking (bei uns heisst das: Human Centered Design) im Unternehmen gelebt wird. Der Fokus auf unsere Kunden, die Bereitschaft mit Prototypen zu arbeiten und zu experimentieren sind dabei wichtige Aspekte. Wenn man einmal so gearbeitet hat, kann man gar nicht mehr anders. Es gibt nicht viele Unternehmen, die diese Möglichkeit heute schon so bieten.

Wie gut funktioniert die generationenübergreifende Zusammenarbeit bei euch?
Es gibt keine Antwort, die für alle Bereiche im Geschäft zutrifft. Es gibt Bereiche, die sind sehr „jung“ und dadurch recht homogen, in den meisten "klassischen" Geschäftsbereichen gibt es hingegen recht wenige jüngere Mitarbeitenden und eine stärkere Durchmischung und Heterogenität würde uns hier allenfalls auch gut tun. Die Zusammenarbeit funktioniert daher punktuell gut, es bräuchte aber mehr echte Durchmischung, um noch mehr vom generationenübergreifenden Austausch profitieren zu können.

Welche Veränderungen hat Leading with Impact in euer Unternehmen gebracht?
Durch die vielen kleinen Projekte, die wir während des LwI erarbeitet haben, hat es zum einen wichtige Anstösse in unser Unternehmen gebracht und unsere Führungsarbeit beeinflusst. Zum anderen hat es ein Netzwerk von Führungskräften geschaffen, die gerne etwas ausprobieren und verändern möchten.

Und was hat das Programm dir persönlich gebracht?
Es hat mich sehr gründlich aus meiner Komfortzone gebracht, mir ein Netzwerk ausserhalb meiner Aufgaben aufgebaut und mich zu neuen Ideen inspiriert.
 

"Speed, Action: Results": Der Co-Creation Workshop in Zusammenarbeit mit dem Lorange Business Institute, an dem wir nicht über, sondern mit der ‎Generation Y sprechen und wir gemeinsam innovative Lösungen für den Arbeitsmarkt der Zukunft kreieren.

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